Herbert Kaiser

Untertitel


Der Kaiser von Stahleck        (1989) - 43'23 Minuten  

Alltag in der Jugendherberge

Ein Film von Claus Bienfait und Elmar Ferber

Erstsendung

09.08.1989 21:15, SWR
6,o% Marktanteil; o,3o Mio Zuschauer

Wiederholungen
24.12.1989 14:40, SWR
3,o% Marktanteil; o,15 Mio Zuschauer

16.01.1991 20:00, SWR
4,o% Marktanteil; o,o8 Mio Zuschauer

Kamera:

Wolfgang Proksch

Ton:

Konstantin von Ahlefeld

Schnitt:

Guido Krajewski

Mischung:

Georg Kobeck

Sprecher:

Gerhard Alzen

Recherche:

Evelin Kohl

Redaktion:

Hans Schroer

Der Kaiser von Stahleck (Herbert Kaiser)

Die deutschen Jugendherbergen feiern 80jähriges Vereins-Jubiäum. Doch bei aller Tradition, das alte Image ist von der Realität längst überholt worden: die Gäste brauchen ihre Betten nicht mehr selbst zu machen, geschweige denn Kartoffeln schälen, und auch die Hausordnung wird nicht mehr ganz so streng genommen. "Das Jugendherbergswerk", sagt dessen neuer Vorsitzender ganz ohne Ironie, "ist Europas größte Hotelkette."

Es scheint nicht übertrieben: in 545 Häusern werden über 250 Millionen Mark Jahresumsatz erwirtschaftet. Die Zahl der Gäste steigt, die der Übernachtungen sinkt, weil "Die Verweildauer stetig abnimmt", was "auf die Auslastung drückt. Schon in der Sprache wird der Wandel offenbar. Aber nicht nur da. Die Jugendherbergen haben sich anpassen müssen Aus der Wandervogel-Idylle von einst ist ein Stück Massentourismus geworden. Nur noch im Ausnahmefall kommen die Gäste mit dem Rucksack und zu Fuß, meist reisen sie heut mit dem Auto an, mit Bus oder Bahn. Und außer Jugendlichen nutzen Gruppen aller Art und zunehmend auch Familien die preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten, vielerorts kombiniert mit attraktiven Sport- und Freizeitangeboten.Ihre exklusive Lage inmitten schöner Landschaft gilt als das größte Kapital etlicher Jugendherbergen. Die von Bacharach am Rhein ist untergebracht in einer mittelalterlichen Burg, hoch über dem Ort, umgeben von Weinbergen. Wenn Herbert Kaiser, seit nunmehr zwei Jahrzehnten der Herbergsvater auf Stahleck, von seinem Schreibtisch auf den Fluß hinunterschaut, dann wird ihm manchmal doch wehmütig ums Herz, dann trauert er der Zeit nach, da er als Kapitän zwischen Rotterdam und Basel pendelte. Seiner Frau Christa zuliebe ist er seßhaft geworden. Sie kocht jetzt en gros, für Gäste und Personal, während ihr Mann, einen wahren Multi-Job hat: Ordner und Krankenpfleger, Handwerker und Buchhalter, Seelsorger und Manager. Sohn Klaus macht das Familienunternehmen komplett.Der Film zeigt den Betrieb einer Jugendherberge samt Herbergseltern und Gästen, die oft international sind. So etwa Nancy, eine amerikanische Studentin, die in Mainz das Gutenberg-Museum besucht hat und bis Bacharach trampen mußte, um ein freies Herbergsbett zu finden. Oder der Australier Bruce, der per Fahrrad auf Europa-Tour vorbeikommt.

VideoVision.tv
© August '89

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